Firmung

Die Firmung lässt sich nicht von der Taufe trennen. Historisch gesehen kannte die frühe Kirche lediglich die Erwachsenentaufe. Ein Erwachsener entschied sich bewusst und aus freien Stücken zum christlichen Glauben und ließ sich taufen. Seine Firmung (lat.: confirmation - Bestätigung, Bekräftigung) war in der Taufe bereits enthalten. Erst als die Kindertaufe praktiziert wurde, musste eine andere Form der Bestätigung gefunden werden: da ein Kind bzw. ein Neugeborenes sich noch nicht für oder gegen einen Glauben entscheiden kann, tun dies die Eltern, indem sie ihr Kind taufen lassen. Wenn das Kind älter wird, holt es diese Entscheidung nach und bestätigt seinen Glauben (Firmung).

Auf der anderen Seite ist die Firmung ein Sakrament, d.h. ein Zeichen der Liebe Gottes. Wir können die Firmung also auch so verstehen, dass sie eine wiederholte Bestätigung Gottes ist, immer noch zu seiner Liebe zu stehen.Bereits bei der Taufe hatte er dem Täufling zugesagt: Du bist mein geliebter Sohn, du bist meine geliebte Tochter. Jetzt bei der Firmung wiederholt Gott seine Zusage und spricht: Es hat sich nichts geändert: du bist immer noch mein geliebter Sohn, du bist immer noch meine geliebte Tochter. Der Hl. Geist, mit anderen Worten die Kraft Gottes, möge den Jugendlichen in seiner Persönlichkeit und in seiner Indivudalität stärken und ermutigen, den Weg Jesu Christi zu gehen. Erst darauf hin erfolgt die eigene Antwort in der Form, dass ich mich firmen lasse und meinen Glauben an Gott bestätige.

In den Kirchengemeinden von Heidenheim ist es üblich, dass katholischeJugendliche der 8. Klasse die Firmung empfangen. (Die Firmung lässt sich jederzeit nachholen. Allerdings muss die Kontaktaufnahme dann vonseiten des Firmbewerbers/der Firmbewerberin erfolgen.) Dafür erhalten die betreffenden Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern am Anfang eines Kalenderjahres eine Einladung zu einem Info-Abend. Die Firmvorbereitung beginnt in der Regel in der österlichen Fastenzeit. Die Vorbereitung umfasst 7 wöchentliche Gruppenstunden und ein Wochenende in einem regionalen, idyllischen Feriendorf. Außerdem haben die Firmlinge die Möglichkeit, in soziale Projekte und Einrichtungen der Gemeinde (Tafelladen, Kindergarten, Jugendaktionen…) reinzuschnuppern. Die eigentliche Firmung findet in der Regel Juni/Juli statt. Da jedes Mal zur Firmung ein auswärtiger Priester aus Rottenburg kommt, wird der Termin vom Bischöflichen Ordinariat in Rottenburg vorgegeben. Daher können die Termine von Jahr zu Jahr variieren.