Ich bin bei euch alle Tage

Seit Ende Januar wissen wir alle, was COVID-19 ist. Seit dem 15. März erlebten wir einen „Lock down" und seit Anfang Juni erleben wir, wie sich das öffentliche Leben wieder langsam der Normalität nähert. So dramatische Änderungen und Veränderungen hätten wir uns alle vor einem Jahr noch nicht vorstellen können.

In der Zeit des „Lock downs" wurde uns neu bewusst, wie wichtig menschliche Kontakte sind. Welchen Stellenwert das gemeinschaftliche Feiern der Eucharistie in unserem Leben hat. Sehnsüchtig warteten wir darauf, Jesus wieder in Brot und Wein begegnen zu können. Plötzlich wird bewusst, was das gemeinschaftliche Gottesdienst feiern für mich bedeutet. Das kann kein Fernsehgottesdienst ersetzen - auch wenn wir in der geistlichen Kommunion Jesus begegnen.

„Ich bin bei euch alle Tage" Jesus und seine froh machende Botschaft geben uns Halt und Zuversicht. Aus dieser Zuversicht heraus kann ich mein Leben gestalten - ohne den Boden unter den Füßen zu verlieren.

„Ich bin bei euch alle Tage" diese Botschaft Jesu kann ich leben und so weitergeben an die Menschen, die mir am Herzen liegen. An die Menschen, denen ich tagtäglich begegne und die traurig und unglücklich sind. An die Menschen, die nach einem Sinn in ihrem Leben suchen. An die Menschen, die nicht mehr an Jesus und Gott glauben können.

„Ich bin bei euch alle Tage" dieser Zuspruch gilt auch für unsere Kirche und unsere Gemeinde. Wir, die lebendigen Mitglieder der Kirche können so zeigen, dass Jesus uns Menschen liebt. Immer da, wo das Evangelium erlebbar und spürbar wird, wird Kirche spürbar und lebendig.

„Ich bin bei euch alle Tage" -dieser Zuspruch Jesu möge uns alle durch unser Leben tragen.

Hedwig Arbogast, Religionslehrerin